Corona und Motorradfahren?

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Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Also hab ich mal bei der Polizei gefragt.
Darf ich bei der derzeitigen Lage Motorradfahren.
Ja, darf ich. Mit den gleichen Beschränkungen wie beim Auto. Also nur zur Arbeit, Apotheke Arzt und so.
Aber spazieren fahren, Spritztour oder ähnliches ist verboten! Das ist keine "außerhäusliche Sportbetätigung"!
Dass der Typ dann noch nach meinem Alter gefragt hat, und meine Risiken dargelegt hat, lasse ich hier mal außen vor.

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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Tja, wer zuviel fragt... Hier ist es ja so, dass sich nie mehr als zwei Menschen näher als 2m kommen sollen. Das Kradfahren schließt das meiner Meinung nach nicht aus, denn wenn ich 2m beim Kradfahren unterschreite, bin ich zu nah...

Ich fahre nach wie vor Motorrad (nicht viel, weil es im Moment echt fucking cold ist). Würde ich angehalten und nach dem Ziel meiner Fahrt gefragt werden, könnte ich stets wahrheitsgemäß antworten, dass ich auf der Suche nach Hygienepapier/Nudeln/Hefe wäre. Wer wollte das widerlegen?

Bekannte Treffpunkte wie Löwensteiner Platte oder Köterberg (um zwei zu nennen) sind natürlich nicht mehr anfahrbar, aber spazieren fahren sollte immer gehen. H-Kennzeichen außen vor, die müssen ja eh Fahrtenbuch führen, oder? Einstell- oder Unterhaltungsfahrten sind ja allfällig. Auch hier sollte kein Sherrif etwas dagegen haben können.

Ich habe da auch mit meinem Gewissen keine Probleme; wenn ich allein Krad fahre, schade ich niemand und kann mich auch sehr schlecht anstecken (mit welchem Virus auch immer). Wenn social distancing (wie es so schön genannt wird, so hässlich es auch ist) hilft, so sollte auch jedem Kradfahrer der Neunuhrklatsch gelten. Er oder sie entgeht erfolgreich dem Lagerkoller, gefährdet niemand und verbreitet/bekommt keine Krankheiten. Er oder sie unterstützt im Gegentum mit dem Benzinkonsum die ohnehin geplagte Wirtschaft, die im kommenden halben Jahr einer Talsohle entgegen sieht. Zu Zeiten, wo viele im Homeoffice arbeiten (wie auch ich), ist jedes bisschen Konsum wichtig.
Achim
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Wer zuviel fragt? Unwissenheit schütz vor Strafe nicht!
Und mit dem Motorrad zum Einkaufen. Der schaut nach wo du wohnst und stellt dann die Frage: fahren sie immer 30km zum Einkaufen?
Abgesehen davon, wo man sich gerade befindet und entsprechend weiß, auf was für einen Einkaufsort man sich rausredet.
Und abgesehen von den Transportbehältnissen am Motorrad!
Und die Sache mit dem Gewissen geht ja in Ordnung, genau so wie mit der geplagten Wirtschaftsansicht.
Fragt sich nur, ob der Gesetzeshüter der gleichen Ansicht ist.

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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Ich sehe das aber auch so

Abgesehen davon das ich bei dieser sch...öönen Kälte nur den Weg vom Büro nach Hause fahre.
Es gibt keine Ausgangssperre wie in Italien.
Verboten sind derzeit Massentreffen grösser zwei, es sei es ist die eigene Familie.
Parks sind geschlossen... klar und auch auch triftigem Grund
Solange ich nicht in Regionen mit Ausgangssperre fahre sollte das problemlos machbar sein.
Aber mal nen Ausflug irgendwohin und was laufen (Alleine, max zu zweit) sollte m.W. nach NOCH möglich sein.

(BTW.... als Rennleitung hätte ich auch gesagt das es nicht geht.... alleine aus Gründen dass einer weniger auf der Strasse ist)

Edit:
Wenn man etwas sucht landet man zwangsläufig hier
https://www.motorradonline.de/ratgeber/ ... untersagt/
"oj"
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Manchmal sind mir Regeln auch ziemlich egal - ich bin nicht Obrigkeitshörig bis zur letzten Instanz. Das soll nicht bedeuten, dass ich mich an KEINE Regeln halte, oder ein Revoluzzer bin. Ich wäge nur für mich persönlich Nutzen und Risiko ab und handle entsprechend.
Z.B. Streckensperrungen: Ich lasse mich nicht von ganzen Gebieten großräumig fernhalten, weil eine Verbindungsstraße am WE und Feiertagen für Motorräder gesperrt ist. Werde ich erwischt, zahle ich halt meinen Vergnügungszuschlag und frage zum Schluss den Ordnungshüter, ob das für Hin- und Rückfahrt ist, oder nur für einfache Fahrt. Das dumme Gesicht ist die paar Euros schon wert.
Ähnlich verhalte ich mich derzeit in Corona-Zeiten. Da selbst Experten sich nicht immer 100 %ig schlüssig sind, was wann wo in welcher Absicht zulässig ist oder nicht, ist die Gefahr von einem Abfangjäger verdonnert zu werden, verhältnismäßig gering. Nirgends steht explizit, dass eine Spazierfahrt verboten ist. Das gilt auch für mein Cabrio, mit dem ich meine Mutter und mich zeitweise aus der Tristesse befördere. Da bei uns der Grundsatz gilt, dass, was nicht verboten ist erlaubt ist, stehen die Aussichten bei einem Widerspruch m.E. recht gut. Man muss (und sollte) sich ja nicht unbedingt an den bekannten Motorradtreffpunkten in Horden zusammenrotten. Da habe ich eh kein Verständnis für. Fast jeder hier dürfte entweder selbst als Risikogruppe betroffen sein, oder zumindest Verwandte und/oder Bekannte in dieser Gruppe haben. Ich habe im November letzten Jahres meinen Vater verloren und hoffe, dass mir zumindest meine Mutter noch einige Zeit bleibt. Daher gehe ich, wenn irgend möglich, kein Risiko ein.
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Ich denke da ähnlich. Gestern wie heute sind mir einige Streifenwagen begegnet, zumindest mehr als sonst. Keiner davon hat mich behelligt, vielleicht ist aber die Rennleitung hier im Kreis auch gerade anderweitig beschäftigt.

Jedenfalls gedenke ich, morgen eine vorerst letzte Ausfahrt zu machen, da die Temperaturen endlich deutlich über 10° liegen sollen. Eigentlich wollte ich in meiner Urlaubswoche weitaus mehr fahren und genießen, aber es war fucking cold, so blieb ich zumeist in der kuschligen Bude. Heute habe ich gar Drei gegen Drei geguckt, ein erschreckend schlechtes Machwerk deutschen Kinos. Noch mehr schlechte Videos habe ich auch hier, denn es soll Schnee geben, gegen Langeweile habe ich also ein bisschen vorgesorgt.

Nächste Woche habe ich Homeoffice, wie eigentlich auch bis nach Ostern. Theoretisch könnte ich ins Büro, aber praktisch ergibt es keinen Sinn (ist sonst keiner da). Meine Frau, mit der ich eine Fahrgemeinschaft bilde, kann zumindest teilweise HO machen, aber auch nicht gänzlich, so wie ich. So ergeben sich für sie höhere Fahrtkosten, die wir ansonsten gemeinsam stemmen.

Ich bin sicher, dass wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen, aber wann das sein wird, bleibt noch im Dunklen. Motorradtreffen 2020? Vergiss' es, würde ich mal meinen. Schade, letztes Jahr hatte ich schon gefühlt zuwenig davon, aber diesmal wird's nicht mehr, schätze ich. Anzahl bisher: Null.
Achim
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Treffen waren auch nie mein Ding,

hinfahren ja... nen bisserl durch die Mopeds schleichen und das... am besten Kaffee oder Wurst inner Hand und wieder wech

Viel interessanter sind die Dinger rechts und links auf dem Weg dahin und zurück

Dort trifft man dann auch mehr die Individualisten als die, die sich mit polierter (oder neuer) Maschine, zu Kaffee und Kuchen in der Sonne aalen :dh: - die Dinger ansonsten nicht bewegen..

Ich behaupte mal, dass wir nur an der Schliessung der Welt vorbeigekommen sind, weil es so sch.... kalt war

(zumindest wenn ich sehe was hier auf dem neuen Radweg vorm Büro los ist - insbesondere gestern)
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Achim Grabbe hat geschrieben:
Mi 25. Mär 2020, 23:19
H-Kennzeichen außen vor, die müssen ja eh Fahrtenbuch führen, oder? Einstell- oder Unterhaltungsfahrten sind ja allfällig. Auch hier sollte kein Sherrif etwas dagegen haben können.
Hallo Achim,

nur als kleine Anmerkung: Ein H-Kennzeichen war noch nie mit dem Führen eines Fahrtenbuches verbunden. Du kannst damit genau so im Alltag unterwegs sein wie ohne "H".

Gruß Till
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Wurde sicher mit den roten Kennzeichen verwechselt. Da muss jede Fahrt eingetragen werden und zwar mit Kugelschreiber !

Bin gerade von einer ausgiebigen Tour (330 KM) bei schönstem Wetter zurück. Völlig ohne Probleme - völlig ohne schlechtes Gewissen. Habe sogar kurz die Grenze zum Elsass touchiert, bin aber auf der Deutschen Seite geblieben. Bei denen ist ja inzwischen die Hölle los. Das darf man durchaus wörtlich nehmen ! Daher mache ich nirgends Halt ausser zum Tanken. Habe dann in der Nähe zur Grenze für unglaubliche 1.15,9 € für den Liter Super E5 getankt. Kann mich nicht mehr daran erinnern, wann ich zu diesen Konditionen das letzte Mal getankt habe.
Die Rennleitung habe ich überhaupt nicht gesehen, obwohl ich über 5 Stunden auf Tour war. Dafür eine Blitzerkarre - natürlich zu spät. Ich hoffe, dass sie nur von vorne fotografiert haben. Ich werde es wohl merken, war rund 20-25 km/h zu schnell. Wer fährt auch schon genau 70 auf einer freien schnurgeraden Landstraße ? Naja, irgend etwas ist ja immer ! Wünsche euch ein schönes und gesundes WE !!!
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Gerade heute war im Lokalblatt zu lesen, dass die Polente genau gar nichts dagegen haben kann, kein Gesetz gibt es her, dass ein einzeln fahrender Kradler belangt werden könne. Das gilt zumindest hier im Landkreis, aber immer nur hier ist ja auch langweilig.

Schade, ich war heute eine Stunde unterwegs, mit leider etwas Furcht, doch noch erwischt zu werden. Das mindert die Fahrfreude doch enorm. Dann fahre ich aber morgen nochmal, vielleicht etwas länger und weiter, immerhin hat die hiesige Polizeiinspektion nichts dagegen und, wie oben geschrieben, es schadet hinsichtlich der aktuellen Viruslast keinem. Außerdem soll's Sonntag schneien, da sollte ich nochmal los, wer weiß wann es mal wieder so schönes Kradwetter gibt.

Albert: Bei meinen Zielen im Umkreis weiß ich in der Regel, wo es Supermärkte gibt, mich da herauszureden wäre also weniger ein Problem. Auch die Transportlogistik ist weder bei der Pan noch bei der CBX ein Problem. Einige Rollen Klopapier bekomme ich bei beiden klaglos in die Koffer gestopft, für Hefe oder Spaghetti bräuchte ich nichtmal die, passt beides in die Innentasche der Lederjacke.

Schade, auch hier ist mal wieder von Land zu Land oder vielleicht sogar von Kreis zu Kreis alles anders. Föderalismus ist ja vielleicht ganz nett, aber in vielen Dingen doch auch doof. Was, wenn ich Albert in Bayern (rein theoretisch) besuchen wollte? Hier darf ich, dort nicht? Unschön...
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Aaaalso,

ich war mit unserer Grossen auch am Samstag unterwegs.

Schöne Runde über die Nordhelle, bisserl an den Talsperren lang.... also alles gut

Die Rennleituing tauchte immer weider mal auf - machte aber nichts

Die Wanderparkplätze waren brechend voll - dennoch sah ich keine grösseren Gruppen >2 Lütt, bzw augenscheinliche Familien

Beklemmend war dass einige Leute mit Masken unterwegs waren (und das lag nicht daran dass ich mit der RD350 unterwegs war - die CBX darf erst ab Mittwoch auf die Strasse) - gegen diesen blauen Qualm ist sicher keine Maske gewachsen "na"

wenn es so geht kommt man hoffentlich an der Sperre vorbei

Thema Klopapier:
Hab nem Nachbar ne Kleinigkeit am Auto gemacht - hab mich mit nem Paket Klopapier bezahlen lassen :dh:
Dann hast die Lacher auf deiner Seite ( und ich kann zwei Wochen länger wischen )
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Gerade gefunden. Stellungnahme der bayrischen Polizei

"Ist es verboten, da ja am 1. April bei Vielen die Motorradsaison beginnt, eine Runde alleine zu fahren?"
BAYERN 1 Hörer Stephan aus Sonnen

Die Antwort für die Zeit der Ausgangsbeschränkungen in Bayern lautet: leider nein. Die Polizei München beantwortete genau diese Frage erst am 25. März 2020 bei Twitter:
"Man darf mit dem Motorrad zur Arbeit und zum Einkaufen fahren. Motorradfahrten als reiner Zeitvertreib sind derzeit nicht erlaubt."

Polizei München via Twitter

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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Tja,
bei uns in Rheinland Pfalz ist es seit dem 20.3. auch untersagt. In der Allgemeinverfügung nach § 28 Absatz 1 Infektionsschutzgesetz steht das so drin.
Und ich bin ( auch wenn´s mit dem Auto war ) schon angehalten worden und habe nachweisen müssen wohin ich gerade unterwegs bin.
Mir juckt es zwar auch gewaltig in den Fingern - aber ich halte mich da lieber mal an das geltende Recht.

"mue"
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Hallo Andreas, da muss ich dir widersprechen. Ich habe mir heute im Internet einen Artikel aufgerufen, das Relevante ausgedruckt und die entsprechenden Zeilen gemarkert. Habe ich jetzt bei Ausfahrten immer mit dabei. Es handelt sich dabei um eine Pressemitteilung der Verbandsgemeinde Landstuhl und des Polizeipräsidiums Westpfalz.
Ich habe auch heute wieder eine Tour von 250 KM gemacht. Dieses Mal mit der CBX. Ging grob in Richtung Luxemburg und auf einer Parallelstrecke wieder zurück. Man konnte 2 Dinge feststellen: Entweder waren die Leute im Garten (sofern vorhanden), oder auf dem Motorrad. Ein ganz deutlicher Anstieg von Motorrädern im Vergleich zu meiner letzten Tour im März - klar, der 1.4. war diese Woche und das Wetter ist absolut endgeil bei uns. Obwohl also viele auf Motorrädern und auch Quads unterwegs waren, sind mir weder Polizei, Ordnungsamt und/oder gar Kontrollstellen aufgefallen. Die Ordnungshüter werden sicher vermehrt an den bekannten Ausflugsstellen Streife fahren und das Kontaktverbot überprüfen. Das macht auch wesentlich mehr Sinn, als Verkehrsteilnehmer zu gängeln. Wenn sich natürlich auf Treffpunkten Gruppen zusammenrotten und intensive Benzingespräche führen, ruft das logischerweise die Exekutive auf den Plan - zu Recht, wie ich meine. Die haben einfach immer noch nicht den Schuss gehört und können sich mit dem Schwachsinnigen aus Amiland in eine Schublade packen. Ich persönlich halte mich ans Kontaktverbot, ansonsten bin ich auf dem Bike weder für mich noch für meine Mitmenschen eine Bedrohung. Und ein gutes Gefühl und ordentlich Spaß habe ich jetzt auch wieder auf meinen Ausfahrten. Selbiges gilt dann natürlich auch für´s Cabrio.
Motorradfahren während Corona.doc
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Im Südschwarzwald gilt z.B. die Empfehlung, zur Zeit keine riskanten Sportarten zu betreiben. Motorradfahren wird explizit genannt. Der Grund ist, dass auf keinen Fall schwer verunglückte Motorradfahrer die Krankenhäuser belasten sollen.
Jetzt sagt jeder: ich fahr doch vernünftig! Allerdings hatten wir hier auf der schwäbischen Alb schon früh in der Saison wieder mehrere schwere Unfälle. Sooooo weit hergeholt ist der Gedanke also nicht.

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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Schön das es erst mal eine Empfehlung und keine Verpflichtung ist

Und die lieben Nicht-Kollegen des Darwin Awards waschen wir hier bei uns regelmässig aus den Leitplankenpfosten.
Mein Mitleid für diese Leute hält sich ziemlich in Grenzen - unglaublich das man die Dinge derart unterschätzen kann
Aber das steht auf einem anderen Blatt

Morgen habe ich auch eine Tour vor dem inneren Auge, Frau, Tochter und die Kleine kommen mit.
So fangen wir mal mit den ersten 50km an.

Sofern es unterwegs Kaffee oder Kakao gibt gerne... aber eben mit Abstand. Bin da eh nicht der Kuschler der darauf steht am Tisch zu sitzen...

Also... euch nen schönen Tag morgen

Bleibt heile
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Das Risiko wird immer wieder gern hervorgeholt, was das Kradfahren angeht. Nun, vielleicht haben wir ein höheres Risiko, als z.B. ein Fußgänger. Aber wenn ich mir hier so die Radfahrer ansehe, oder die Down-Hiller, so möchte ich behaupten, dass ein Kradfahrer keinem allzuviel höheren Risiko ausgesetzt ist, als die nur beispielhaft angeführten Personengruppen (und für die gelten keinerlei Empfehlungen/Restriktionen).

Ich werde also auch morgen das gute Wetter nutzen und eine weitere Runde mit der CBX drehen, wie bereits heute bei kaiserlichem Wetter. Im Gegensatz zu letzter Woche, als mir bei einer Ausfahrt gleich mehrere Streifenfahrzeuge auffielen, habe ich heute kein einziges gesehen. Die fahren offenbar gezielt die Treffpunkte an, an denen sich sonst bei solch einem Wetter Menschen treffen. Diese meide ich, wie sonst auch meist, also sollte ich auch morgen wieder einen guten Motorradtag erleben dürfen.

Ich hatte auch überlegt, solche lokalen Schreiben ausgedruckt mitzuführen, wie es HaJott macht, aber das ist in Zeiten sinnlos, zu denen täglich Vorschriften wechseln bzw. aufgehoben werden. Hier in Niedersachsen wurde gestern verkündet, man dürfe dies und jenes nicht, bevor man heute alles widerrief und nun gelte ab jetzt jenes und dies.

Gesunder Menschenverstand reicht sicher aus, behaupte ich. Solange keine Gruppen von "Bikern" herumstehen und Bikerlatein austauschen, wird kaum jemand etwas dagegen haben (außer Bayern und Sachsen, versteht sich).
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Gut auf den Punkt gebracht ! :dh:
Allerdings wird gesunder Menschenverstand meistens bei den Behörden durch Vorschriften und bei den genannten weiteren Gruppierungen durch Ignoranz und Arroganz ersetzt. Meistens - zum Glück nicht immer. So fallen mir auch öfter mal Radler (bisweilen sogar einzelne Rennradfahrer) auf, die sich an Vorschriften wie rote Ampeln, hintereinander fahren und Radwege benutzen halten. Leider ist es so, dass diese als Ausnahme zu sehen sind und deshalb ins Auge stechen. Eigentlich müsste es ja gerade umgekehrt sein. Ich lebe glücklicherweise am Stadtrand und habe die Weinberge und die gesamte Südpfalz direkt vor mir. Ich bin auch selbst öfter mit dem Fahrrad (eBike oder "normales" Rad spielt da keine Rolle) unterwegs. Ich habe also nicht grundsätzlich etwas gegen diese Gruppe. Aber wenn ich sehe, dass sich Rennradlergruppen auf unübersichtlichen Kurvenstrecken so breit machen, dass Überholen (selbst mit dem Motorrad) oft nicht möglich ist, da schwillt mein Kamm. Ich konnte letztes Jahr gerade noch verhindern in eine solche Gruppe hinein zu fahren, da sie direkt hinter einer Kurve die gesamte Spur dichtgemacht hatten und Gegenverkehr kam. Ob an roten Ampeln Kinder warten ? - Wurscht ! Ob direkt neben der Straße Radwege verlaufen ? - Völlig egal ! Ob ältere Menschen gerade die Straße queren ? - Interessiert mich doch nicht ! Ich glaube, dass diese "Helden der Straße" nicht nur ein deutlich höheres Risiko für sich selbst tragen, sondern auch ihre Mitmenschen mit Vorsatz gefährden. Ein nur annähernd ähnlich Rücksichtsloses Verhalten konnte ich bei Motorradfahrern bisher seltenst erkennen - bei den Radlern ist es eher die Regel. Gut, wir Biker (mit Motor) sind öfter ein wenig zu schnell und zu laut. Aber auch da tut sich inzwischen ein gegenläufiger Trend auf. Ob es an den besseren Überwachungsgeräten liegt, oder daran, dass der Alterdurchschnitt der Biker höher wird ? Keine Ahnung ! Jedenfalls habe ich gestern und auf meiner letzten Tour fast nur Genussbiker gesehen, die das letzte bisschen Freiheit genossen haben. Und wenn ein paar Könner auf schönen Kurvenstrecken etwas schräger daher kommen, ist es auch in Ordnung. Solange sie ein wenig Sicherheitsreserve lassen, um in diesen harten Zeiten GERADE NICHT die wenigen Betten im KH in Anspruch nehmen zu müssen. Ich fahre derzeit so, als gäbe es keinen Rettungsdienst mehr und ich müsste im Falle eines Unfalls alleine zurecht kommen.

Ich wünsche allen die unterwegs sind, eine schöne und Unfallfreie Tour ! Allen die zu Hause bleiben, wünsche ich viel Geduld und allen die hier lesen, wünsche ich eine gute Gesundheit und Ansteckungsfreie Zeit ! :gib:
Viele Grüsse vom Hajott !


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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Na j - leider kocht da scheinbar jeder Kreis sein eigenes Süppchen. Ich lebe im Landkreis Germersheim und bei uns gilt eine eingeschränkte Ausgangssperre.https://www.kreis-germersheim.de/kv_ger ... ternet.pdf Da ich aber als Lokführer bei der Bahn rund um die Uhr und auch am Wochenende arbeiten muß komme ich oft in den Genuss zu Zeiten unterwegs zu sein , die die Ordnungshüter zum genaueren hinsehen veranlassen . So wurde ich in diesen Tagen schon 2 x angehalten und kontolliert und habe jedesmal die Bescheinigung meines Arbeitgebers vorlegen müssen um unbehelligt weiterzufahren.
Es scheint halt überall irgendwie anders zu sein
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Re: Corona und Motorradfahren?

Beitrag von Forum Member »

Na ja, für uns in Bayern stellt sich die Frage für diejenigen, welche kein Saisonkennzeichen besitzen, vorläufig sowie so nicht.
siehe unten.

Die Online-Terminreservierung steht derzeit nicht zur Verfügung!
Die Zulassungsstelle ist bis vorerst 19.04.2020 nur noch für Händler oder Gewerbetreibende nach Voranmeldung geöffnet. Dies gilt auch für die bisherige Möglichkeit der Terminvereinbarung.

Wie lange vorerst heißt, wer weiß..........

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