Schwingenausbau und ein bisschen mehr

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CB Willi
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Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von CB Willi » Di 2. Apr 2019, 22:51

Moin,
ich habe jetzt die Hinterradschwinge ausgebaut um eine neue Kette mit dazugehörigem Ritzel und Kettenblatt zu montieren. Die montierte war eine Endloskette, also habe ich nachgefragt ob man mir die Neue auch als Endloskette herstellen kann, war kein Problem. Ist eine D.I.D 630VS. Würde mich trotz allem interessieren, ob man diese durch die neueren Kettensätze mit 530er Teilung, wie sie in der CBX Pro Link montiert ist, ersetzten kann. Die Schwinge hat als Lager noch die originalen Kunstoffeinsätze, möchte diese gerne tauschen durch Schwingenbuchsen in Bronze. Meine Frage, wie bekomme ich die alten Kunstoffbuchsen ausgebaut ohne die Schwinge zu verletzten?

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Ranger
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Ranger » Mi 3. Apr 2019, 10:22

Wenn du passende Ritzel und Kettenblatt dazu bekommst, kein Problem. Die Festigkeit ist mehr als ausreichend. Und wenn du eine offene Kette mit Enuma Kettenschloss nimmst, sparst du dir zudem den Ausbau der Schwinge komplett.


Alexander
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Alexander » Mi 3. Apr 2019, 15:37

Die alten Buchsen kannst du gut mit einer passend langen M10 Gewindestange mit einer aufgedrehten Flanschmutter austreiben . Immer mal gegenüberliegend schlagen . Die Buchsen müssen ja nicht heile bleiben . Der Schwinge wirst du damit nichts kaputtschlagen , der Runde Flansch der Mutter schiebt dann sauber über das Material .Wenn du Broncebuchsen einbaust , dann kuck dir deine Lagerachse mal an .
Meistens haben die schon deutlich gelitten . Ich weis jetzt gar nicht , ob es dafür mal eben Ersatz gibt .
Wegen der Kette : Bau doch die 630er an . Zumal wenn du sie schon liegen hast . Ich finde die sieht durch ihre fette Dimension einfach passend dazu aus . Eine XW 530erTeilung kann man machen , wenn es nichts anderes mehr gibt , oder die Rennfreaks machen das immer unbedingt . das spart 200Gramm und schafft 0,3 PS wegen der modernen Bauform der Ringe ( Reibungsverluste ) You know ?
Sieht dann aber nicht mehr so schön Urig und Fett dazu aus .
Achso : Das wieder mal in den Ring geworfene Enuma Kettenschloß . Der Pin dieses Schlosses ist max. Dünn ausgeführt , damit es in alle Fabrikate passt . Das sind ein paar Zentel . Das ist Discountware , überwiegend für Bürohengste und Yuppis gedacht . Zumindest vorher eine Vergleichsmessung der Pinstärke machen .
Es würde mir jetzt mal in den Fingern jucken und hier eine Vergleichsmessung mit den üblichen Kettenfabrikaten Öffentlich stellen .
Aber ich hab gar keinen Bock , erst noch so ein Schloß für nur diesen Zweck käuflich zu erwerben .
Bin recht bescheiden

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Hajott
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Hajott » Mi 3. Apr 2019, 18:06

Ich fahre die Enumaschlösser schon seit etlichen Jahren auf der CBX und der Yamaha FZR. Jeweils über 30 Tsd. KM pro Kettensatz. Kann also nicht so schlecht sein. Wenn man natürlich ständig den Hahn voll spannt und Burn Out oder Wheelies machen möchte, könnte ein Spiel von wenigen Hundertstel Millimeter relevant sein. Der Normalfahrer wird davon nichts merken, außer bei der wirklich einfachen Montage.
Viele Grüsse vom Hajott !


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Ranger
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Ranger » Mi 3. Apr 2019, 21:44

Das Enuma Schloß ist ein professionelles Schloss sehr guter Qualität, genau wie die Ketten. Weit besser als DID oder RK beispielsweise. Und erleichtert einfach die Montage erheblich. Natürlich schlecht für Fetthände mit Nietwerkzeugen alter Garde.
Absoluter Humbug, es als "Bürohengst"- Teil zu bezeichnen. Nur nix neues ... 2na"


Alexander
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Alexander » Mi 3. Apr 2019, 22:14

Also , ich hab jetzt mal in meiner Kettenschloss-Schublade nachgesehen und Kuckmal , schwupp hatte ich doch sogar noch zwei 530er EK (Enuma) Schraubkettenschlösser zur Hand . Dazu ein530er RK Hohlniet Kettenschloss , zum Messvergleich mit einer Digital-Schieblehre .
Das RK 530er Schloß habe ich mit 5,15mm Pin Durchmesser gemessen .
Das EK Schraubschloss mit 4,95mm .
Das sind nun 2Zentel Differenz . Das ist Allerhand . Eine sogenannte Wurfpassung nämlich .
Ich habe indess noch nie gesagt das dieses EK Schraubschloss von schlechter Qualität ist . Ich hab auch nicht gesagt , das es nun infolge Abreißt .
Ein mit 2Zehntel Einbauspiel montierter Kolben würde ebenfalls Laufen .
Es ist halt eine Frage der Montage-Esthetik und es muss halt jeder für sich wissen , ob er das so möchte .
Ich hab mal nachgesehen . Ein Kettenschloss Nietwerkzeug gibt es im Netz derweil für um die 20€ . Und für das was es können soll , braucht es auch gar nicht teurer sein .
Damit ein korrekt zugehöriges und Maßhaltiges Hohlnietschloss zu vernieten ist keine Kunst und macht nicht mehr Arbeit als dieses Schraubschloss zu verwenden .
Ich kann mich noch daran erinnern ganz früher mal auch solche EK Schlösser benutzt zu haben . Das war so um Ende der 70er bis Mitte der 1980er Jahre .Ebenfalls ohne über einen dünneren Pin nachzudenken . Das war halt zu einer Zeit , als es Kettennietwerkzeuge noch nicht mal in allen Werkstätten gab , geschweige denn im Handel gab .
Damals war dieses EK Schraubschloss der High-Tech Knaller .
Aber ist doch schön das wir mal wieder ins diskutieren kommen .
Bin recht bescheiden

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Hajott
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Hajott » Mi 3. Apr 2019, 23:20

Mag ja sein, dass man mit einem Nietwerkzeug ebenfalls einfach ans Ziel kommt. Zumindest, wenn man eine entsprechende Motorradhebebühne hat. Für jemand, der in seiner Garage schraubt (in der 1 Auto und 2 Motorräder stehen), kann das schon wieder ganz anders aussehen. Da hält man mit einer Hand ein klobiges Werkzeug und probiert irgendwo zwischen Schwinge, Felge und Kettenrad einen Platz zu finden. Mit der anderen Hand versucht man die Stellschraube zu drehen. Das Ganze auf dem Boden sitzend oder halb liegend. Für jemand mit Rückenproblemen ein absolutes Highlight. Beim Nietschloss schiebe ich das Dingens einfach in die Kette, setze die Laschen auf und schraube die 2 Muttern fest - Ende ! In 2 Minuten passiert und geht auch auf dem Boden ohne Rückenschmerzen. Qualitäts- oder Haltbarkeitsdefizite und auch die 2/10 mm Spiel sind nicht spürbar, wie bereits geschrieben.
Es hat nicht jeder eine komplett eingerichtete Profiwerkstatt. Das scheinen einige gerne zu vergessen.
Viele Grüsse vom Hajott !


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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von CB Willi » Fr 5. Apr 2019, 17:34

Moin,
so, die alten Kunststoffbuschen sind draußen. Der Tipp mit der Gewindestange hat es gebracht. Danke hierfür. Mir war nicht klar was du mit Flanschmutter meintest, Mutter mit Scheibe? Ich habe, s.Bild. 2 Muttern auf der Gewindestange gekontert und damit die Hülsen ausgetrieben. Die rechte Buchse ging leicht, die linke so schwer, dass sie gebrochen ist. Die Achse ist für mein Dafürhalten noch gut, sichtbare Laufspuren ja, aber man fühlt keine Kante und messbar ist es auch nicht. Also benutze ich sie weiter, oder spricht etwas anderes für Neukauf. Wird zurzeit bei Ebay für 72€ angeboten.
Mal eine Frage zu dem montierten Auspuff. Offensichtlich keine originale Anlage. Auf Anfrage beim Verkäufer erhielt ich die Antwort: Wurde damals vom Honda Händler als Ersatz für den Originalen montiert. Gibt es dafür ABE, oder war das damals nicht notwendig. Der Auspuff klingt wie ein Originaler. Wenn ich den Sound von damals noch richtig im Ohr habe.

Grüße aus Bochum
CB Willi
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von Carstene » Fr 5. Apr 2019, 20:41

Hallo Willi,

zum Auspuff selbst kann ich nicht allzuviel sagen.

Ich würde mir einen TÜV-Prüfer suchen der Ahnung von alten Mopeds hat und weiss dass Neuteile schlichtweg nicht zu beschaffen sind.
Solange die Tüte nicht Radau macht das die Nachbarn meckern kannst davon ausgehen das es ihn eher nicht interessiert....
Abgaswerte werden eh nicht erfasst

Es sei du gerätst an einen Zahlen- und Nummernvergleichfetishisten....dann könnt es sportlich werden

Grüsse aus GM

Carsten
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von CB Willi » Do 16. Mai 2019, 19:51

Moin,
nachdem die Schwinge neu lackiert, die Bronzebuchen eingebaut sind, habe ich die Achse mit viel Fett eingepasst. Die Achse schließt bündig mit den Lagerbuchsen ab, s. Bilder. Ist das richtig so. Für mein Verständnis hätte die Achse wenigstens 1/10 mm überstehen müssen um dann mit den Anlaufscheiben, die in den Staubmanschetten enthalten sind, im Rahmen geklemmt zu werden. Oder mache ich einen Denkfehler, vielleicht kann mich einer von Euch aufklären.
Grüße aus Bochum
CB Willi
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Re: Schwingenausbau und ein bisschen mehr

Beitrag von 750four » Do 16. Mai 2019, 20:46

Das passt so Willi. an der Unterseite der Schwinge ist auch ein Schmiernippel da Kannst du gleich noch was rein Pumpen. Gruß Peter [CBX]
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Bin auf dem Weg ins Badezimmer geblitzt worden. Wollte putzen - jetzt ist der Lappen weg.

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