Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

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Paul1979CBX
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Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Paul1979CBX » Fr 11. Jan 2019, 20:13

Hallo und ein gutes neues Jahr an alle,
ich hätte da mal ein Problem.
Ende des Jahres habe ich angefangen meinen Motor abzusenken (CBX1000, CB1, Bj. 1979) um die Vergaser auszubauen.

Dabei habe ich entdeckt, dass der Verbindungsstecker zwischen Lichtmaschine und Regler verschmort ist. Bilder anbei.
In den letzten 8 Jahren lief Sie 10.000 km und sprang bis auf die üblichen Probleme nach längerem stehen immer an.
Voltmeter hat keine aussergewöhnlichen Werte geliefert. Ist nach dem Start schon mal auf 12 Volt, aber nach grösseren Touren bei 13 bis vielleicht 13,5 Volt.

Ich kann mich erinnern, dass ich eben vor 8 Jahren das rote Kabel vor der Hauptsicherung und die Hauptsicherung erneuert habe. Der Stecker hatte wie ich mich erinnere damals nichts. Der Motor war ausgebaut, dass hätte ich merken müssen.

Beim TÜV wurde mal bemängelt, dass beim umschalten vom Fahrlicht zum Fernlicht das Fahrlicht träge reagiert. War nach Umbau von Vollverkleidung auf Ursprung wohl falsch angeschlossen. Wurde in Ordnung gebracht.

Kann aber nicht sagen ob da schon was am Stecker war.

Jetzt habe ich Lichtmaschine und Regler ausgebaut.

In YouTube gibt es einen Beitrag, da wird gezeigt wie man beides durchmisst. Es scheint alles ok zu sein. Widerstände ok, kein Kurzschluss etc.

Hat von Euch schon mal jemand einen Fall in dieser Form gehabt.

Ich habe jetzt alles in Ordnung gebracht, Neue Stecker dran gemacht.

Eins noch. Ich habe eine Lithium Ionenbatterie von Magneti Marelli verbaut. Ist laut Hersteller für die CB1 zulässig.
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Achim Grabbe
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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Achim Grabbe » Sa 12. Jan 2019, 21:49

Deine LiMa etc. sind in Ordnung, das Problem liegt in den Steckern selbst. Die Kontakte darin korrodieren und/oder sind/werden lose. Die Folge: sie haben einen höheren elektrischen Widerstand und erwärmen sich, was die Probleme noch verschärft und sie noch wärmer werden lässt usw. Zum Schluss sehen sie dann so aus, wie auf den Bildern. Gerade bei den drei gelben können schon mal recht hohe Ströme fließen, was viel Hitze bedeutet.

Wenn du die neuen Stecker nicht allzu oft anfasst, wirst du nicht viele Probleme damit bekommen, wenn die Metallteile im Innern ordentlich verarbeitet sind und schön stramm sitzen. Dann nämlich haben sie guten Kontakt und eventuelle Korrosion hat es schwerer, ihr zerstörerisches Werk zu beginnen.
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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Paul1979CBX » Sa 12. Jan 2019, 23:08

Danke für die Rückantwort.

Du bist der Überzeugung, dass das ein Problem durch hohe Widerstände an den Kontaktstellen ist und durch korrosion der alten Steckkontakte kommt..
Bis auf die 2 Kabel (schwarz und weiss) der Schleifkontakte, habe ich alle Steckkontakte incl. Stecker erneuert.
Dann sollte das erledigt sein.

Die Kontakte des weissen und schwarzen Kabels habe ich mit der Messingbürste gereinigt und so belassen wie Sie waren.
Ich hoffe, dass mir das keine Nachteile bringt.

Was mich immer noch wundert, ist, dass das Motorrad ohne Probleme lief. Eigentlich müsste das doch auf die Stromversorgung des ganzen Systems Einfluss gehabt haben???

Wie gesagt, das Voltmeter hat zwar nach dem Starten immer etwas niedrigere Werte angezeigt, hat sich dann aber irgendwo bei 13 oder 13,5 Volt eingependelt.

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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Achim Grabbe » So 13. Jan 2019, 10:39

Das ist nicht ungewöhnlich, das Laden dauert dann vielleicht länger, aber irgendwann ist der Akku dennoch voll.
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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Paul1979CBX » So 13. Jan 2019, 11:27

Ok, ist logisch.
Wie gesagt, erst mal Danke für die Hilfe, ich Berichte dann noch mal, wenn ich ein paar grössere Touren gemacht habe und weiss ob alles ok ist.

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Ranger
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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Ranger » Mo 14. Jan 2019, 13:35

Was das elektische angeht, haben die Vorredner völlig recht. Übergangswiderstände und Wärme etc.
Aber, man kann das wesentlich verbessern: Mach etwas Kontaktspray oder Leitpaste in die Stecker, dann hält das viel länger diesmal. Wasser wird abgehalten und Korrosion verlangsamt. Oder aber gleich auf AMP Stecker umbauen, die halten sehr lange und sind echt gut.
Prüfe auch mal andere Steckverbindungen, denn der ganze Kabelbaum ist ja nun -zig Jahre alt und auch spröde und oft korrodiert geworden. Sonst kommt vielleicht bald das nächste Problem. Nennt sich dann "vorbeugende Wartung" das Ganze ...
Gruss


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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Paul1979CBX » Mo 14. Jan 2019, 13:50

Auch Dir vielen Dank für die Info.
Mit Kontaktspray habe ich vor ein paar Jahren alle Stecker bearbeitet. Ist aber vielleicht mal wieder sinnvoll :dh:

Auch die Kontaktpaste werde ich mir mal zulegen.

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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Ranger » Mo 14. Jan 2019, 19:44

Ja, diese lila Paste habe ich durch meine Harley kennen gelernt, da habe ich nach 15 Jahren das Rücklicht geöffnet und das Birnchen mal zum wechseln rausgenommen. Da war alles Paste drin. In Fassung und Stecker. Null Korrosion und glänzende Kontakte. Ich war echt baff. Und auch das Birnchen hatte die Lötstelle am Boden noch völlig rund, nicht so platt vbriert wie bei allen anderen Fassungen ohne das Fett.

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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von Achim Grabbe » Mo 14. Jan 2019, 22:21

Die Paste mag OK sein, woraus auch immer sie besteht. Aber Kontaktspray haut schnell ab, das ist wie WD40, gut um Wasser weg zu bekommen, aber für nicht viel mehr. Gut leitende Kontakte können auch Wasser bis zu einem gewissen Grad ab, wer jedoch viel im Regen fährt, ist in jedem Fall besser bedient, wenn er oder sie die Steckkontakte durch Lötverbindungen ersetzt. Das gilt für GanzjahresfahrerInnen.

Die Stecker und deren Kontakte dienen in erster Linie dazu, die Montage des neuen Krads zu vereinfachen. Unter erschwerten Bedingungen wie dem Ganzjahresbetrieb sind Steckkontakte eher wenig von Nutzen. Hier würde sich in jedem Fall das Löten oder gasdichte Vercrimpen anbieten. Ist zwar etwas lästiger beim Tausch von Komponenten, gewährt dafür aber stets 100% Verfügbarkeit. Muss jeder selbst wissen.
Achim
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Re: Lichtmaschine und Regler, 5 poliger Stecker verschmort.

Beitrag von StefanNeureuther » Fr 18. Jan 2019, 14:29

Moin!
Ein Schraubertipp aus der Industrie (Galvanik):
Pupferkaste! (Kupferpaste)

Bewegliche Hochstromverbinder (>4000A) und solche die es werden wollen, werden in der Industrie gelegentlich mit einer automatischen Schmierkartusche versehen. Ein Vertreter, der diese schweineteuren Kartuschen verkaufte, verriet mir im Verborgenen, dass es sich bei dieser metallischen Füllung um rotzgewöhliche Kupferpaste handelt. Der Grund ist einfach, die Kupferpartikel schmieren zum einen und bleiben zum anderen als Kontakthilfsmittel zurück, das Fett presst es leicht heraus und schützt vor Korrosion. Da dachte ich mir, das könne mach auch im täglichen Leben adaptieren... . Mehrere Tests, (Messgerät hat eine Auflösung von 0,01 Ohm) Alle durchweg positiv. Es macht zwar keinen Supraleiter aus ´nem Alukabel, aber für´s tägliche Leben reicht es allemal.
Somit kann man zwei Flieger mir einer Flak herunterholen - Nein zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

Das Polspray/Polfett ist nur ein reiner Korrsionsschutz aus meist synthetischen Fetten und Wichsen ... Wachsen (natürlich). Schützt zwar, aber verschmutzt auch gerne mal. Es sollte zwar keinen Umgebungsschmutz binden, tut´s aber doch.

Unter http://www.schmierstoff-online.de gibt´s im Netz, so weit ich finden konnte, mit die besten Preise und Qualitäten. Da ich auch gerne spezielle Mischungen selber herstelle, gibt´s da auch MoS2 also hochreines Pulver. Ne Dose Kupferpaste 500g für 17,55€ Das Zeugs aus dem Baumarkt geht auch, blutet aber oft stark aus ("verharzt") (Werbung aus)

Also, einen Zahnstocher für kleine Kontakte und ein hoffentlich unbenutztes (und danach für den ursprünglichen Zweck auch unbenutzbares) Wattestäbchen mit ETWAS Kupferpaste benetzen und darauf achten, dass man keine Brücke brückt... sonst hat man gleich mal die Katze am Schwanz gepackt...
Das geht übrigens auch sehr gut, bei Ladekontakten am Komposter ... Computer (Wo ist denn Heute nur mein Deutsch geblieben?!) und auch wenn die Telefondose an der Wand Probleme macht, oder sonstiges...

Kontaktsprays sind eigentlich genau das nicht, was der Name sagt. Meistens sind es nur Kohlenwasserstoffe die schnell verdampfen und dabei den Schmutz am Kontakt fröhlich in der näheren Umgebung verteilen. Meistens hat man einige Zeit nach der Benutzung von Kontaktsprays wegen leicht saurer Hinterlassenschaften (PH <7) auch wieder Korrosionsprobleme.
Bei Ballistiol als Kontakschutz ist es auch nicht anders: Kurzfristig Klasse, aber wegen des hohen PH-Wertes bei Kupfer, Zinn, Blei und Co. eine fette Patina nach ein paar Wochen.

Vielleicht habe etwas geholfen, vielleicht auch wieder nur zuviel gelabert... :unsch:
Hauptsache es klappt und das Mopped läuft wieder .
Ich wünsche jedem, der mich nennt, zehn Mal von dem, was er mir gönnt !

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