GabelÖl

Antworten

Topic Author
Roldo
Beiträge: 20
Registriert: Do 23. Nov 2017, 10:03

GabelÖl

Beitragvon Roldo » Di 24. Apr 2018, 16:41

Beitrag von Roldo » Di 24. Apr 2018, 16:41

Hallo Gemeinde!
Meine Gabel rinnt - somit muss Simmering Neu.

Könnt Ihr mir verraten, welches Gabelö rein gehörtl - habe immer nur die Füllmenge, jedoch nicht die Viskosität gefunden.
Dickeres Öl strammere Dämpfung - merkbar?
Progressive Federn - sinnvoll - oder rausgeschmissenes Geld?

Danke für Eure Antworten vorab......

Benutzeravatar

Achim Grabbe
Beiträge: 1128
Registriert: So 29. Jul 2012, 00:51
Kontaktdaten:

Re: GabelÖl

Beitragvon Achim Grabbe » Di 24. Apr 2018, 22:09

Beitrag von Achim Grabbe » Di 24. Apr 2018, 22:09

Öl kann ich nicht sagen, ich habe welches in der Garage stehen, da steht glaube ich SAE20 drauf. Honda schreibt ATF, das geht sicherlich auch, aber welche Viskosität das haben soll, weiß ich nicht. Die Dämpfung wird das schon ändern, aber wieviel?

Was ich weiß ist, wenn du die Luftmenge in der Gabel oder im Federbein verringerst (also den Ölstand erhöhst), hast du eine härtere Luftfeder, härter als jede progressive Stahlfeder. Hatte ich mal aus versehen im Federbein eingebaut, ich habe sogleich wieder den korrekten Füllstand hergestellt, weil mir das zu hart gefedert war.
Achim
Schneller geht immer, geiler nie! (geklaut im Vmax-Forum)

Benutzeravatar

Ranger
Beiträge: 1299
Registriert: So 24. Feb 2013, 15:57

Re: GabelÖl

Beitragvon Ranger » Mi 25. Apr 2018, 00:38

Beitrag von Ranger » Mi 25. Apr 2018, 00:38

ich nehme meist 10er oder 15er.


Topic Author
Roldo
Beiträge: 20
Registriert: Do 23. Nov 2017, 10:03

Re: GabelÖl

Beitragvon Roldo » Mi 25. Apr 2018, 07:44

Beitrag von Roldo » Mi 25. Apr 2018, 07:44

Danke für die Infos
Zusammenfassend scheint das nicht so genau zu sein.
Ich seh mal, was ich so finde
Many thanks und schöne Grüße aus Österreich

Benutzeravatar

750four
Administrator
Beiträge: 1455
Registriert: Sa 28. Jul 2012, 19:00
Kontaktdaten:

Re: GabelÖl

Beitragvon 750four » Mi 25. Apr 2018, 09:09

Beitrag von 750four » Mi 25. Apr 2018, 09:09

Wie Ranger schon geschrieben hat:
ich nehme meist 10er oder 15er.
dicker oder dünner je nach Wunsch.
CBX the one and only first Big Bike
Homepage: http://classic-bike1.de

Bin auf dem Weg ins Badezimmer geblitzt worden. Wollte putzen - jetzt ist der Lappen weg

Benutzeravatar

espacbx
Beiträge: 58
Registriert: Do 5. Mai 2016, 12:20
Kontaktdaten:

Re: GabelÖl

Beitragvon espacbx » Mi 25. Apr 2018, 09:41

Beitrag von espacbx » Mi 25. Apr 2018, 09:41

Hallo, laut Original Werkstatthandbuch gehören nach dem Ölablassen 157-162 cm3, nach dem Zerlegen 177-182 cm3 Öl in die Gabel. Vorgeschrieben Ölsorte: ATF Automatikgetriebeöl.
Progressive Feder: Ich habe Wirth Federn eingebaut, sind nach meiner Erfahrung absolut empfehlenswert.

Wenn du schon alles auseinander hast: Überprüfe das Lenkkopflager. Am besten das 40 Jahre alte Fett wegwaschen, die Schalen überprüfen ob sie eingeschlagen sind und das Lager spielfrei und ohne einzuhaken läuft. Das ist die halbe Miete für ein gutes Fahrverhalten. Neu fetten und penibel einstellen, damit es nicht zu feste angezogen ist und trotzdem spielfrei läuft.

Nach meiner Erfahrung sind die Toleranzen von Gabel / Befestigung Kotflügel etc. suboptimal. Ich montiere die Gabel mit Rad ohne Bremszangen und Vorderradkotflügel und federe ein paar mal ein, indem ich das Vorderrad gegen eine Wand stelle und auf die Lenker drücke. Dann erst die Klemmung unten am Rad anziehen. Wenn du jetzt erst den Kotflügel vorne einbaust wirst du feststellen, dass der Bügel um einiges schmäler ist als der Raum zwischen den Gabeln, wo er angeschraubt wird. Den Bügel nachbiegen, so dass er rechts und links leicht an den Flanschen der Gabel anliegt und dann erst festschrauben, dann ist die Gabel weniger verspannt. Erst dann montiere ich die Bremszangen und überprüfe bei fei drehendem Rad, ob der seitliche Verfahrweg der Schwimmsättel ausreichend ist und die Kolben der Zangen frei laufen und zurück gehen, damit die Zangen nach dem bremsen die Scheiben wieder vollständig frei geben und die Bremsbeläge nicht an den Scheiben schleifen.

Meiner Erfahrung nach bringt allein schon das saubere montieren in Verbindung mit modernen Reifen eine wesentliche Verbesserung der Fahrstabilität. Vor knapp 40 Jahren habe ich etliche Schrecken erlebt mit den damals verfügbaren Bridgestone 4.25 Holzreifen ;-) und es ist unglaublich, was man mit wenig Aufwand und den heutigen Mitteln aus einer CBX rausholen kann.

Viel Spaß und Erfolg bei deiner Gabelaktion :dh:


Michael
Beiträge: 8
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 10:25

Re: GabelÖl

Beitragvon Michael » Di 3. Jul 2018, 13:42

Beitrag von Michael » Di 3. Jul 2018, 13:42

Hallo.
ich benutze ein 15er Gabeloel (Prolink) und fahre progressive Wibersfedern. Habe der CB 1 gegenueber allerdings den Vorteil, dass ich mit Luftdruck "nachregulieren" kann, was die Haerte der Gabel anbelangt.

Fuer die Prolinkfahrer hier:
mit Originalfedern fuhr ich ca. 0,5 bar. Willbers schlaegt zwar 0,0 bar (also weglassen) vor, bei mir haben sich aber 0,2 - 0,3 bar bewaehrt.

Die Fuellmenge des Oels in der Gabel interessiert mich eigentlich nur deshalb, damit ich weiss, wieviel Oel ich kaufen muss und ungefaehr einzufuellen habe.

Beim Einfuellen richte ich mich nach dem vorgeschriebenen Luftpolster.
Das kann ich besser vergleichen, weil
- wenn ich die Gabel nicht komplett zerlege und reinige, ich nicht weiss, wieviel Restoel nach dem Ablassen noch drinnen geblieben ist
- mit Spritze und abgemessener Schlauchlaenge (Nivelliergeraeteigenbau :zwink: ) der Oelstand in beiden Gabelholmen leichter zu vergleichen sind.
- progressive Gabelfedern dicker sind (und somit mehr Oel verdraengen) und damit die original angegebenen Fuellmengen nicht mehr stimmen.
Das Luftpolster hingegen bleibt konstant (es sei denn, man moechte es aendern)
- ein paar ml Fuellmenge hin oder her sind zu vernachlaessigen; hauptsache in beiden Holmen ist gleich viel Oel !

Beim Einbauprocedere verweise ich auf den oben stehenden Beitrag. Wer einen Gabelstabilisator hat, zieht diesen zum Schluss fest; aber bitte mit Drehmomentschluessel, auf keinen Fall zu fest. Das ist wichtig.
Wer sagt eigentlich, dass ein Sixpack eines Mannes uebereinander sein muss?
Nebeneinander geht doch auch :dh:


Michael
Beiträge: 8
Registriert: Mi 13. Jun 2018, 10:25

Re: GabelÖl

Beitragvon Michael » Di 3. Jul 2018, 13:51

Beitrag von Michael » Di 3. Jul 2018, 13:51

Ach so, noch was von der "Leseratte":

In der Gabel verwendet man Hydraulikoel.
ATF ist ein solches, daher die Angabe von Honda. Gabeloel ist auch Hydraulikoel.
SAE-Angaben beziehiehen sich eigentlich ausschliesslich auf die Viskositaet vom MOTOROELEN, und sind daher bei Gabeloel eigentlich falsch bzw. Kundenirrefuehrung.
Allerdings hat es sich in den letzten Jahren seitens der Hersteller eingeschlichen, auch bei Gabeloelen eine SAE Angabe zu benutzen.

Wer Geld sparen will, schaut mal im Internet, wie man die SAE-Angabe eines Gabeloels in die entsprechende Spezifikation eines Hydraulikoel "umettiketiert". Anschliessend staunt man ueber den Preisunterschied. :dr:
Wahrscheinlich, weil "Motorrad" draufsteht, ist es teuer.

Aber nochmal: Gabeloel ist Hydraulikoel.
Wer sagt eigentlich, dass ein Sixpack eines Mannes uebereinander sein muss?
Nebeneinander geht doch auch :dh:

Antworten

Social Media